verunsicherndes Traugespräch

Frage:
Hallo Ihr Lieben!
Gestern hatten mein Schatz und ich unser erstes Traugespräch mit unserem Pfarrer.
Und nun weiß ich gar nicht mehr so recht, was ich denken soll. Er war zwar nett und nicht so steif, hat auch nicht darauf bestanden, daß ich mich taufen lasse (bin ja noch nicht getauft und wir wollen evangelisch heiraten), aber irgendwie stimmte die Chemie zwischen uns nicht, versteht Ihr, was ich meine? ICh habe mich nicht wohl gefühlt, und ich habe jetzt Angst, daß ich mich dann bei der Trauung auch nicht wohlfühle.
Er macht viele Sachen, die ich auch gut finde, z.B. darf ein Freund von uns im Gottestdienst ein Musikstück spielen, er will viele unserer Gäste mit in den Gottesdienst einbinden, so daß sie z.B. eine Fürbitte für uns schreiben und vorlesen, das Gebet selber gestalten usw.
Aber er ist auch irgendwie merkwürdig. Dauernd sagt er: "dieses mag ich gar nicht, und jenes will ich nicht, das und das kommt mir zu den Ohren wieder raus"...usw.
Er will am liebsten eine Dixieband und keine klassische Musik, er will Lieder, die auch alle mitsingen, weil er keine Lust hat, alleine singen zu müssen, etc.
Und nun fühle ich mich so, als müßte ich unsere ganze Trauung so ausrichten, daß sie ihm gefällt!!
Ich weiß seit gestern nun leider gar nicht mehr, ob ich überhaupt in dieser Kirche heiraten will, vor allem, weil mir im Moment die ganzen vorbereitungen etwas über den Kopf wachsen, trotzdem aber endlich entschieden werden muß, wann und wo wir heiraten, weil ja bis August auch mal langsam die Einladungen rausgehen müssen.
HIIIIILFEEEEEEE!
Die Alternative wäre, in unserer Heimatstadt bei dem Pfarrer zu heiraten, bei dem mein Schatz Konfirmation hatte, der ist wohl sehr nett. Aber das würde bedeuten, daß wir mit Sack und Pack 450 km weit fahren müssen, und viele unserer Freunde, die eingeladen sind, auch, wobei ich nicht weiß, ob das alle machen würden.
*seufz*
Antwort:
Na das ist allerhand!
Gibt es denn keine andere Kirche in der Nähe? Vielleicht in der nächsten Ortschaft? Anstonsten bin ich aur ratlos
450 km sind doch arg weit..
Antwort:
Bei uns war es auch so ähnlich, aber wir haben dann nochmal mit dem Pfarrer gesprochen und ich habe ihm gesagt wie wichtig mir verschiedene Lieder sind. Wir haben dann einen Mittelweg gefunden mit dem wir nun beide sehr zufrieden sind.
Und bei einem Punkt kann ich dem Pfarrer nur Recht geben, es ist doch wirklich viel schöner wenn möglichst viele Leute mitsingen können. Sonst hat man ja direkt ein Solo!
Ich würde mir nochmal genau überlegen was ihr euch so vorgestellt habt und dann nochmal mit dem Pfarrer sprechen. Vieles ist dann bestimmt doch machbar, auch wenn er es halt anders lieber hätte.
Er wird bestimmt verstehen, dass ihr auch eure Vorstellung habt und schließlich ist es eure Trauung und nicht die des Pfarrers!
Kerstin
Antwort:
Hmmm wenn die Chemie nicht stimmt isses nicht so gut...
450 km ist weit aber durchaus machbar... aber da solltest du dann noch einiges bedenken... z.B. brauchen dann fast alle ne Übernachtungsmöglichkeit... die Organisation wird schwerer... und einige die kein Auto haben brauchen Mitfahrgelegenheiten...
Ihr müsst halt abwägen was euch wichtiger ist... und dann entscheiden. Möglich und machbar ist beides...
Und ein anderer Pfarrer aus der Nachbarschaft?
Antwort:
das "Problem" ist halt, daß wir ja erst seit 1,5 Jahren hier in Tübingen wohnen und noch keinen Pfarrer genauer kennen, weil wir beide auch nicht die großen Kirchgänger sind, sondern sonntags immer etwas länger schlafen wollen!
Deshalb wärer es glaub ich eher sinnlos, sich nach einem anderen Pfarrer umzusehen, weil wir die alle nicht einschätzen können.
Der "Vorteil" an unserem Heimatort wäre, daß wirklich die Vielzahl der Gäste dort oder in benachbarten Städten wohnt und für viele eine sehr kurze bis gar keine Anreise möglich wäre. Und wir würden wahrscheinlich auch eine große Wiese mit Clubhaus o.ä. bekommen, weil mein Mann dort bei der Stadt arbeitet und sozusagen "Beziehungen" hat, an sowas ranzukommen.
Der Nachteil ist, daß wir eigentlich nicht dort (in NRW) heiraten wollten, weil wir zu der Stadt und zu unseren Eltern nicht so das gute Verhältnis hatten, aber in letzter Zeit geht das alles irgendwie viel besser, so daß ich ja jetzt hin und her überlege.
Ich weiß nur noch nicht so genau, was mein Schatzi darüber denkt, der hat sich noch nicht so konkret geäußert!
Meld mich heute Abend nochmal, muß zur Uni. *renn*
Antwort:
Gibt es nicht die Möglichkeit mit dem Pfarrer über diese Ängste zu reden, also ihm zu sagen wie du empfindest?!?!?
Das wäre wohl das beste! Und mit deinem Schatz auch noch mal reden...*Däumchendrück*
Gruß YVI
Antwort:
Ach in so nem Fall wärs ja garnicht so aufwendig wie bei mir das zu organisieren... wenn eh ein Großteil der Gäste von dort kommt ist auch hier das größte Problem erledigt... ihr kennt die Gegend und damit dürfte auch die Organisation der Dienstleister und der Örtlichkeit recht gut gehen...
Ganz ehrlich? Wenns so liegen würde, dann würde ich es dort machen....
Aber stimmt schon: red erst mal mit deinem Schatz wie der dazu steht
Antwort:
Uns ist vor einer Woche etwas ganz ähnliches passiert, nur dass sich bei uns das Hotel als inakzeptabel herausstellte. Wir haben dem Hotel dann gekündigt und wollten in der Nähe der Eltern meines Schatzes feiern (ca. 200 km von uns zu Hause).
Nie wieder würde ich auf diese Idee verfallen! Obwohl ich mich mit meiner Schwiegermama wirklich gut verstehe, war ich am Ende richtig sauer auf sie. Es kann sich nämlich durchaus als Nachteil herausstellen, wenn man vor Ort alles kennt, denn man fühlt sich gezwungen, diese Vorschläge anzunehmen, weil sie sich ja soviel Mühe gemacht haben. Leider entsprachen die Vorstellungen meiner Schwiegermama nicht den unseren und wir waren nicht bereit diese Kompromisse an unserem wichtigsten Tag einzugehen.
Das Ende vom Lied: wir haben unsere Hochzeit im Juli erstmal abgesagt und auf den Herbst verschoben. Somit geht die Suche wieder los - dieses Mal aber ohne Familienstreß!
Antwort:
Hmmh, schwierig. War bei mir auch mit die größte Angst, mit dem Pfarrer nicht warm zu werden (war zum Glück nicht so!).
Ich glaube ich würde evtl. auch die ganze Geschichte nach NRW zu verlegen.
Alternativ könntet ihr ja auch den Pfarrer von dort fragen, ob er die Reise auf sich nehmen würde um Euch in Tübingen zu trauen. Wobei ich nicht weiß, ob das so klasse ist, vor allem wenn eh die meisten Gäste aus NRW kommen?
Nee, ich glaube ich würde mit der Hochzeit "umziehen".
Antwort:
Eine DIXIEBAND??? *totlach*
Herr im Himmel, da würde ich ja dann lieber gar niemals heiraten...
Mal im Ernst, sprecht nochmal mit ihm. Bestimmt meint er vieles nur zu Eurem Wohl, ich meine, wenn er sagt, "das mag ich nicht", dass er dann meint "das hatten schon ein paar Brautpaare so, und war immer nicht so toll".
Z.B. mit den mitsingbaren Liedern ist das so ne Sache. Oft hat man eben die berühmten "etwas ausgefalleneren" Lieder, klar, soll ja keine 0815 Trauung werden. Wenn dann aber keiner mitsingen kann und die Gäste sich nur traurig angucken, ist es auch superschade.
Bei Sachen, die ihm "zu den Ohren rauskommen" müst ihr dagegen ein bisschen egoistisch sein. marsch ist z.B. oft so ein Thema, viele Organisten rollen da mit den Augen. Aber die haben vielleicht auch jeden 2. Samstag eine Hochzeit, ihr aber nur einmal im Leben (im Idealfall ). Und wenn ihr da nun mal den marsch wollt, dann muss es halt so - punkt, basta! ) (War jetzt nur ein Beispiel)
Sucht nochmal das Gespräch mit ihm, 450 km sind echt viel, und das organisieren macht ne Menge Stress...
Gruß,
Betty
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